Myofasziale Triggerpunkt-Therapie

Die Kunst der Myofaszialen Triggerpunkt-Therapie besteht darin, die Aufmerksamkeit auf kleinste Veränderungen im Gewebe zu richten und gleichzeitig den Blick für den ganzen Menschen zu behalten. Triggerpunkt-Therapeuten sind Experten in der topologischen und in der funktionellen Anatomie, sowie in der differenzierten Palpation am Bewegungssystem.

Die Tatsache, das die Muskulatur Ursache für Schmerzen und Fehlfunktionen sein kann, ist medizinhistorisch schon seit langem bekannt. Klinisch versteht man darunter eine in der Skelettmuskulatur liegende Zone im mikroskopischen Bereich, welche innerhalb eines Hartspannstranges liegt. Diese Zone reagiert auf mechanische Stimulation (Druck und Zug) überempfindlich. Diese Überempfindlichkeit kann sich in Form von lokalen und/oder übertragenden Schmerzen, Missempfindungen (kribbeln), autonomen Phänomenen (schwitzen, Kloßgefühl, Ohrgeräusche etc), Bewegungsstörungen der Gelenke (Blockierungen), verringerte Muskeldehnbarkeit, Muskelschwäche, neurogene Symptome durch muskulär bedingte Nerveneinklemmungen.

Bei der Myofaszialen Triggerpunkt-Therapie werden lokale Techniken, welche direkt auf den myofaszialen Triggerpunkt und den Hartspannstrang zielen, sowie Techniken, welche großflächig und unabhängig von der Lokalisation der Triggerpunkte auf den Gesamtmuskel und seiner Faszie einwirken. Dazu zählen manuelle Techniken, sowie die mikrochirurgische Entfernung der myofaszialen Triggerpunkte mit Hilfe von Akkupunkturnadeln (Dry Needling).